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ACHTER!

Die Konzertreihe ACHTER steht für Zeitgenössisches, Avantgardistisches und Experimentelles aus Jazz & Beyond Jazz in intimer Clubatmosphäre. 

ACHTER 85 - am Fr., den 30.10.2026 um 20:00 Uhr - Crutches

Fahrstuhlmusik für Klaustrophobiker, augenzwinkernder akrobatischer Punk, ein musikalischer Hybrid

in der

Kreativfabrik Wiesbaden e.V.

Murnaustraße 2
65189 Wiesbaden

Crutches DE/RU/AT/FR 

Olga Reznichenko - Synths,
Jan Frisch - Guitars
Laure Boer - Electronica
Valentin Schuster - Drums 

Ein musikalischer Hybrid aus Kammerjazz und Fahrstuhlpunk, der verschiedene Stile zu seltsamen Instrumentalsongs verschraubt. Das führende Instrument des Trios ist die Keytar eine Kombination aus Keyboard und Gitarre, gespielt von der vielseitigen Olga Reznichenko. Die Band wechselt von Drones zu funky 5/8 zu Jazz-Ballade zu Indie-Pop-Satire zu Speed Metal. Die Stücke, ineinander verwobene rhythmische Strukturen, die sich mit der Ästhetik von Maschinen auseinandersetzen persiflieren Stile und Klischees, um mit Hilfe von Klang ein Bild unserer vielschichtigen, verwirrenden, überwältigenden und auch komischen Gegenwart zu zeichnen.

Die Musiker:innen fanden sich erstmals 2023 beim Mjuzik Jazz Festival in Leipzig zusammen, spielten im Mai 2024 eine erste vielbeachtete Tournee mit Auftritten in Berlin, Hamburg, Würzburg, Weimar, leipJazzig Leipzig und dem Südtirol Jazzfestival. Das vielbeachtete Debütalbum FOUR LTTR WRDS führte 2025 zu Auftritten auf verschiedenen internationalen Festivals wie Freak Show Avantgarde Festival Würzburg, Jazz and the City Salzburg, Interzone Leipzig, Kammermachen Chemnitz, Jazzexzess Berlin, Kammermusikfestival Regensburg und dem Jazzfestival Saalfelden.

CRUTCHES entfalten eine Dynamik aus streng verschobenen und frei verworfenen Versätzen. Die titelgebenden 4 Letter Words ihres Debuts kommentieren wortlos latenten Weltschmerz. Drama und Komik liegen nah beieinander. Stummfilmbegleitung ohne Bild. Olga Reznichenko peitscht verkantete Motive mit besorgniserregender Leichtigkeit über ein leergefegtes Parkett. Jan Frisch kann sich nicht zwischen Bass und Gitarre entscheiden und greift zum unvermeidlichen Doppelhalsinstrument. Valentin Schuster hämmert verdächtig illegale Phrasen und balanciert von Jazz zu Metal. Laure Boer schließlich sorgt mit selbstgebauter Elektronik für geräuschvolles Bindemittel.
CRUTCHES sind kristallisierte Zufallsbegegnung. Achtarmiger Bandit. Vollverspiegelter Kammerpunk. What? Sure! NEXT.

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!SWR Jazzpreis 2026 an Olga Reznichenko!
 

Freitag, den 30.10.2026
um 20:00 Uhr

Kostenbeitrag € 18/20,-- (VVK/AK):

Vorverkauf an allen bekannten VVK-Stellen und online

bis 26 Jahre: 9 € (nur AK)

Tickets

 

Evtl. Änderungen vorbehaltlich.

EXTRA - am Fr., den 06.11.2026 um 20:00 Uhr - Miles Davis – Sound eines Lebens | Lesung + Musik

Eine literarisch-musikalische Kontaktaufnahme.

JazzArchitekt und die Stadt- und Musikbibliothek in der Mauritius-Mediathek Wiesbaden 
präsentieren 
in der

Musikbibliothek

Hochstättenstraße 6-10
65183 Wiesbaden

Miles Davis - Sound eines Lebens

Stefan Hentz - Lesung
Benjamin Schaefer - Piano


Er war eine der großen Musikerpersönlichkeiten, seine Silhouette eine Ikone. Miles Davis, der am 26. Mai 100 Jahre alt geworden wäre, war eine Naturgewalt, ein Virtuose der Wandlungen, der den Jazz mehrmals neu erfand. Er verband künstlerische Integrität mit musikalischer Sensibilität und gab sich nie mit dem Erreichten zufrieden. Von Birth of the Cool bis Bitches Brew und weit darüber hinaus hielt er die Entwicklung seiner Musik im Fluss. Weltweit erfolgreich und mit allen Insignien des Erfolgs gesegnet, blieb die Erfahrung des Rassismus und die daraus resultierende Wut prägend für seine Persönlichkeit. 

Doch wer war der Mensch hinter dem „Prince of Darkness“? In seiner im Frühjahr im Reclam-Verlag erschienenen Biographie „Miles Davis – Sound eines Lebens“ nimmt Stefan Hentz die verschiedenen Fäden auf, aus denen das mythisch verklärte Bild des Jahrhundertmusikers geknüpft ist. Der Hamburger Autor, der im Jahr 2019 mit dem Preis für deutschen Jazzjournalismus ausgezeichnet wurde, stellt Fragen nach künstlerischen und politischen Selbstverständnis des Trompeters, nach seiner Persönlichkeit und der Gleichzeitigkeit von Härte und Zartheit – die den Mythos des Prince of Darkness heute charakterisiert und entwirft ein Kaleidoskop erzählerischer Perspektiven, das im Gegenlicht live gespielter Musik immer wieder neue Funken sprühen lässt.  

Stefan Hentz: Miles Davis – Sound eines Lebens. 380 S., 35 Fotos, Reclam Verlag, € 32

Stefan Hentz, geboren 1957 in Kaiserslautern, aufgewachsen in Offenbach/Main, studiert in Marburg und Hamburg. Beatles im Röhrenradio, Mahavishnu auf Klassenreise, Miles Davis in der Stadtbücherei. Schätzt Punk mehr als Pop, Benjamin mehr als Mann, Godard mehr als Lucas. Die Flüchtigkeit des Werdens mehr als das fertige Werk. Lebt seit 1984 in Hamburg und arbeitet als freier Journalist mit dem Schwerpunkt Kultur/Musik/Jazz/Improvisation. Rocco Klein-Preis für Musikjournalismus 2015, Preis für deutschen Jazzjournalismus 2019. Sein Miles Davis Buch „Sound eines Lebens“ erschien im Februar 2026 bei Reclam. 

Benjamin Schaefer (geb. 1981) studierte Jazzklavier und Komposition an der HfMT Köln bei Frank Wunsch, Hans Lüdemann, John Taylor und Joachim Ullrich. Er war Mitglied des Landesjazzorchesters NRW und des Bundesjazzorchesters (BuJazzO). Tourneen führten ihn in 26 Länder auf 4 Kontinenten. Er hat viele hundert Club- und Festivalkonzerte gespielt, viele davon mit seinen eigenen Projekten Benjamin Schaefer Trio (2004-14), Expressway Sketches (2008-21), Quiet Fire (2014-19), Hive Mind (2018-19), Stone Flowers (2020- ) und Solo (2022- ).
Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Pianist arbeitet neben seiner künstlerischen Tätigkeit seit 2009 als Dozent für JazzKlavier an der HfMT Köln und war von 2013 bis 2022 Vorstandsmitglied der Deutschen Jazzunion. Ferner hat er sich zum Ziel gesetzt, seinen Beruf bis 2030 klimaneutral auszuüben.
Zu Gast in Wiesbaden @JazzArchitekt 2016 mit Expressway Sketches und 2017 als Bandleader mit seinem Quintett Quiet Fire.

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Freitag, den 06.11.2026
um 20:00 Uhr

Kostenbeitrag € 18/20,-- (VVK/AK):

Vorverkauf an allen bekannten VVK-Stellen und online

bis 26 Jahre: 9 € (nur AK)

Tickets

 

Evtl. Änderungen vorbehaltlich.

ACHTER 86 - am Fr., den 20.11.2026 um 20:00 Uhr - Das Kondensat

Humanität im Maschinenpark - Jazz ist das auch, aber nur unter anderem ... Dub-Soundscapes-Elektronik aus Berlin

in der

Kreativfabrik Wiesbaden e.V.

Murnaustraße 2
65189 Wiesbaden

Das Kondensat DE

Gebhard Ullmann - Sopran- und Tenorsaxofon, Looper, Sampler 
Oliver Potratz - elektrische Bässe, analoge Effekte 
Eric Schaefer - Schlagzeug, modularer Synthesizer

Ein Kondensat entsteht beim Übergang eines Stoffes in einen anderen. Es geht ums Eindampfen, Komprimieren und Verdichten. Lauter Vokabeln, die den Bandnamen des Trios rechtfertigen und diese wahrlich neue Musik beschreiben.
Herausfinden zu wollen, wie man mit Samples, Loops, Effektgeräten und diverser Liveelektronik improvisieren kann, lag in der Luft. Geräte suchen, digitale Techniken begreifen, Programme schreiben und dann die Kopfgeburten in eine vitale Feier des  Moments überführen, an die Grenzen gehen und sie überschreiten mit Geräten, die eigentlich nicht fürs freie Spiel gemacht sind. Analoges und Digitales fusionieren, die Erfahrungen aus den Feldern des Jazz mit den neuen Technologien kombinieren, Übergänge von einem ins andere kreieren und dabei das Publikum nicht vergessen.
Das Kondensat springt ab aus dem Museum in ein Jetzt jenseits diverser orthodoxer Lehren. Jazz ist das auch, aber nur unter anderem. Neugier ist die Gier nach Neuem. Darum geht es hier mit mal rockig-punchigem, mal melodiös-balladeskem Zugriff, generiert mit neuen Medien in neuen Kontexten. 

Gebhard Ullmann hat jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit modifizierten Klängen, mit denen er hier seine Sopran- und Tenorsaxofone mal durchs Dickicht schlängelt, mal im luftigen Raum empor schweben lässt, dann wieder zupackend auf den Punkt bringt. Der E-Bass von Oliver Potratz kann dunkel dräuen und markant grundieren oder zu wunderbaren Linien abheben. Mal mächtig und mal filigran gießt er ein Fundament. Eric Schaefers Drumming als druckvoll, dringlich und dynamisch zu beschreiben wäre eine Untertreibung. Längst hat er sich in die erste Reihe
europäischer Schlagzeuger getrommelt. In der Summe ergibt das eine Berliner Band der Superlative und ist doch mehr als die Addition ihrer Teile. 

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Freitag, den 20.11.2026
um 20:00 Uhr

Kostenbeitrag € 18/20,-- (VVK/AK):

Vorverkauf an allen bekannten VVK-Stellen und online

bis 26 Jahre: 9 € (nur AK)

Tickets

 

Evtl. Änderungen vorbehaltlich.

ACHTER 87 - am So, den 20.12.2026 um 17:00 Uhr - Die Hochstapler

Bedingungslose Experimentierfreude und augenzwinkernde Bezugnahme auf die Jazzgeschichte

in der

Kreativfabrik Wiesbaden e.V.

Murnaustraße 2
65189 Wiesbaden

Die Hochstapler DE/FR/IT

Pierre Borel - Saxophon
Antonio Borghini - Kontrabass
Louis Laurain - Trompete
Hannes Lingens - Schlagzeug 

Seit 2011 arbeiten Pierre Borel, Louis Laurain, Antonio Borghini und Hannes Lingens als Die Hochstapler zusammen. Die kollektive und egalitäre Arbeitsweise des Quartetts spiegelt sich in einer Spielfreude wieder, die sich vom ersten Moment an auf das Publikum überträgt. Die gemeinsam komponierten Stücke werden live neu zusammengesetzt, Konventionen neu ausgehandelt und Verabredungen auf den Prüfstand gestellt. Bedingungslose Experimentierfreude ist dabei ebenso Teil des Konzepts wie augenzwinkernde Bezugnahme auf die Jazzgeschichte.

Für ihr neues Programm haben Die Hochstapler sich der als „Monk’s Advice“ kursierenden von Steve Lacy notierten Zitate Thelonious Monks angenommen. Aufforderungen wie „Let’s lift the bandstand!“, „You got to dig it to dig it, you dig?“ und „Always know“ werden dabei wörtlich genommen, metaphorisch entschlüsselt und auf ihre kompositorische Form untersucht. Die so entstehende Spielvorlage ermöglicht, einem flexiblen Regelwerk gleich, immer neue Ausgestaltungen. Die Auseinandersetzung mit Musik und Persönlichkeit Thelonious Monks wirkt auf den Sound der Hochstapler und umgekehrt. Es entsteht eine Musik, die die Tradition nicht leugnet, sondern als Geschichte des Experimentellen deutet. 

Die Hochstapler spielten unter anderem bei den Festivals Moers, Météo, Jazzfest Berlin und auf den Donaueschinger Musiktagen. Ihre Musik ist auf fünf Alben dokumentiert. 

Peter Margasak schrieb im amerikanischen Jazz-Magazin „Downbeat“ über das Quartett:
"Few working bands have been able to find so much vitality and invention in the building blocks of improvisation." 

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Sonntag, den 20.12.2026
um 17:00 Uhr

Kostenbeitrag € 18/20,-- (VVK/AK):

Vorverkauf an allen bekannten VVK-Stellen und online

bis 26 Jahre: 9 € (nur AK)

Tickets

 

Evtl. Änderungen vorbehaltlich.

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